Sustainable Supply Chain Management

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Identifikation von Nachhaltigkeitsrisiken und nachhaltige Ausrichtung der Beschaffungsmanagement

Fokus auf Nachhaltigkeit in der Beschaffung

Führende Unternehmen überprüfen und kontrollieren zunehmend die Nachhaltigkeitsrisiken entlang ihren Lieferantenkette. Die Komplexität der Lieferantenkette einer Firma führt zu mehreren Herausforderungen:

- Bereiche in der Lieferantenkette, bei welchen Sozial- und Umweltdefizite existieren, die möglicherweise nicht den Erwartungen der wichtigen Stakeholdern entsprechen.

- Lieferantenrisiken sind häufig nicht bei den direkten Lieferanten, sondern bei deren Zulieferern oder Partnern versteckt, denn über diese sind im Unternehmen oft keine oder wenig Informationen vorhanden.

- Das Verwalten dieser Risiken benötigt dessen gezielte Integration in die Beschaffungsprozesse.

Die Vielfalt der Lieferantenrisiken

Deswegen ist eine Firma zunehmend zahlreiche Risiken in den folgenden Bereichen ausgesetzt:

  • Operative Risiken: ungenügende Lieferqualität, Unzuverlässigkeit von Lieferanten
  • Reputationsrisiken: Negative Medienberichterstattung über Lieferanten oder deren Produkte, erschwerte Gewinnung engagierter neuer Mitarbeiter/innen
  • Marktrisiken: Verlust von Umsätzen mit Kunden, die Wert auf Qualität, Zuverlässigkeit und ethisches Handeln legen
  • Finanzielle Risiken: Finanzielle Verluste und erschwerter Zugang zu neuem Kapital aufgrund oben stehender Risiken

Das Vorgehen zur Risikoreduktion

Um Nachhaltigkeitsrisiken innerhalb der Lieferantenkette erfolgreich zu reduzieren, braucht es einen systematischen Ansatz:

Modul 1: Nachhaltigkeits-Check:

Analyse der bestehenden Lieferanten und Lieferantenketten anhand einer Risiko-Matrix (Sozial und Umwelt). Zuerst werden Hauptbeschaffungs-bereiche anhand von Signifikanzkriterien identifiziert. Diese werden dann auf soziale und ökologische Risiken überprüft.  Die Ergebnisse von Modul 1 sind eine ‘Landkarte’  der wichtigen sozialen und ökologischen Themen in der Lieferantenkette, sowie den Lieferanten mit erhöhtem Risiko.

 

Modul 2a: Detailanalyse von einigen ausgewählten Lieferanten mit erhöhten ökologischen oder sozialen Risiken.

Zuerst wird eine Desktop-Analyse anhand bestehender ‚ESG‘-Ratings von Unternehmen und Marken durchgeführt, um Lieferanten mit erhöhten Risiken zu identifizieren. Diese werden anschliessend detailliert untersucht. Ergebnisse dieses Moduls sind Informationen über konkrete Nachhaltigkeits-Risiken in der Lieferantenkette.

 

Modul 2b: Detailanalyse des  Beschaffungsprozesses.

Die Analyse basierend auf sozialer und ökologischer Kriterien orientiert sich an den Richtlinien der Business Social Compliance Initiative (BSCI) sowie der Sozial-Norm SA 8000. Ergebnisse dieses Modul sind die Identifikation von Schwachstellen, resp. Verbesserungspotentialen, sowie Vorschläge für Verbesserungen bei Lieferantenauswahl, Beschaffungsprozessen und Lieferantenbeurteilung.

 

Modul 3: Handlungsoptionen und Umsetzung.

Dieses Modul beinhaltet das Erarbeiten und Begleiten von Umsetzungsmassnahmen, wie z.B. Erarbeiten einer nachhaltigen Beschaffungspolitik, Schulung/Workshops, Audits; Tools wie z.B. Checklisten, Lieferantenfragebogen; und eine Umsetzungsplanung.