Kennzahlen zum Umweltmanagement Managementsystems

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Umweltbezogene Kennzahlen werden für die – aus Sicht des Unternehmens – relevanten Umweltaspekte respektive die relevanten ökologischen Handlungsfelder definiert: Umweltkennzahlen widerspiegeln die Umweltziele und damit die Umweltaspekte der Unternehmensstrategie. Diese stützt sich auf die Unternehmens-Ökobilanz, die gesetzlichen Anforderungen, die (Umwelt-) Kosten sowie die Erwartungen der bedeutenden Anspruchsgruppen.

 

Ökobilanz  für das Unternehmen und/oder für Produkte

In der Regel basieren mehrere Umweltkennzahlen auf der unternehmensbezogenen Ökobilanz. Gemäss der von uns mitentwickelten Methodik zur Abgrenzung der Unternehmung (nach Braunschweig/Müller-Wenk) werden nebst den selbst verursachten Umwelteinwirkungen wichtige Aspekte bei Dritten  z.B. die Energiebereitstellung und die Entsorgung der eigenen Abfälle  mit in die Analyse einbezogen. Darüber hinaus können ausgewählte Zulieferer, Transporte oder die Nutzung von Produkten ebenfalls mitbetrachtet werden.

 


Abb: Unternehmens-Ökobilanz = eigene Prozesse mit Hilfsprozessen,
ggf. ergänzt um ausgewählte Zulieferer und Abnehmer (Kunden)

 


Abb: Beispiel einer Unternehmensökobilanz, mit Mehrjahresvergleich
(in Umweltbelastungspunkten UBP; weniger UBP = geringere Umwelteinwirkung.
Die Geschäftsreisen wurden 1999 erstmals ausgewertet.)

 

Für Bereichs- und Prozessverantwortliche sind in der Regel spezifische Kennzahlen über einzelne Umweltaspekte und Unternehmensbereiche sinnvoll. Dabei ergeben sich firmenspezifische Kennzahlen (wie z.B. "Anteil Rohstoffe mit Umweltlabel", "Stromverbrauch pro Verkaufsvorgang", oder "CO2-Emission pro CHF Wertschöpfung"), oftmals ergänzt mit branchentypischen Umweltkennzahlen.

Sind solche branchenspezifischen Umweltkennzahlen genügend klar definiert und verbreitet, so erlauben sie einen Vergleich zwischen Unternehmen, wie beispielsweise die Standard-Kennzahlen für Finanzdienstleister.

Auch für Produkte und Dienstleistungen können  unter Einbezug der zentralen Aspekte der Vor- und Nachstufen bis zur Entsorgung  entsprechende Umweltkennzahlen definiert werden, bis hin zu vollständigen Ökobilanzen von Produkten (Lebenszyklusanalysen, LCA). Die Unternehmens-Sicht und die Produkt-Sicht überschneiden sich dabei jeweils teilweise:

 


Abb: Zusammenspiel von Produkt- und Unternehmens-bezogenen Ökobilanzen
(mit Bezug auf die jeweiligen Normen der ISO)

 

Kennzahlen zu nicht-stofflichen Umweltaspekten

Je nach Situation des Unternehmens werden auch Kennzahlen zu nicht direkt stofflichen Umweltthemen, wie zum Umweltrecht, zu umweltbezogenen Aspekten von Produkten und Dienstleistungen, von Kommunikation und Image, oder zur Entwicklung von umweltorientierten Projekten definiert.

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